Riester Rente für private Zusatzvorsorge im Einzelfall nicht ausreichend


Versorgungslücke bei den 45 bis 50 Jährigen wird durch die Riester Rente nur bei geringer Arbeitslosigkeit geschlossen



Die Riester Rente hat sich prächtig entwickelt, zumindest aus der Sicht der zahlreichen Anbieter. Durch einfachere und verbesserte Riester-Finanzprodukte ist die Popularität durchaus begründet. Dass man dennoch bei den unterschiedlichen Anlageprodukten vergleichen muss, zeigen die Ergebnisse von FINANZTEST zur Riester Rente recht eindrucksvoll. 20% mehr oder weniger Rente in der Tasche zu haben ist keine Kleinigkeit und belegt, dass ein kompetenter und unabhängiger Vergleich bares Geld wert ist.

Hohe Arbeitslosigkeit verursacht Absenkung des Rentenniveaus - private Altersvorsorge notwendig



Die aktuellen Konjunkturdaten sind vielversprechend und auch auf dem Arbeitsmarkt ist seit längerem ein positiver Trend erkennbar. Dennoch tragen Staat und soziale Sicherungssysteme schwer an der immer noch sehr hohen Erwerbslosenquote. Das ist der Hauptgrund für eine allmähliche Absenkung des Rentenniveaus. Arbeitnehmer, die im Laufe ihres Erwerbslebens ggf. mehrmals von Arbeitslosigkeit betroffen oder selbständig waren und zudem geringer entlohnte Tätigkeiten verrichteten, haben i.d.R. geringere Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenkasse zu erwarten. Speziell für diese wäre die private Zusatzvorsorge notwendig, um die Versorgungslücke zu schließen.

Wer erst spät zusätzlich privat vorsorgt, für den ist die Riester Rente möglicherweise nicht ausreichend



Aus der am 21.11.2007 veröffentlichten Studie "Altersvorsorge in Deutschland" (AVID) geht hervor, dass einige aus der Altersgruppe der heute 45 - 50 Jährigen ihren zusätzlichen Rentenbedarf über die Riester Rente nicht werden decken können. Besonders diejenigen, die bereits häufiger mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatten sind betroffen. Nur bei, aus historischer Betrachtung unwahrscheinlicher, weiterer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt über die nächsten 20 Jahre, einer gleichbleibenden Verzinsung von 5% des über Riester angesparten Kapitals und der Ausschöpfung aller staatlichen Förderungen kann die finanzielle Lücke durch sinkende gesetzliche Renten abgedeckt werden.