Riester Fondssparpläne kostenbedingt oft renditeschwach


Wer in Form eines Fondssparplans riestert, kann aufgrund hoher Kosten schlechtere Renditen als bei der klassischen Riester Rente erzielen



Private Altersvorsorge ist heute ein Muss, dies ist den derzeit fast 10 Mio. Riester Sparer bewusst. Selbstverständlich will man auch bei der Riester Rente eine möglichst hohe Verzinsung seines Kapitals erreichen. Zum Teil erreicht man das bereits durch Förderungen und Steuervergünstigungen, was die Riester Rente insgesamt sehr attraktiv macht. Ein weiterer Aspekt, die Sicherheit der Geldanlage, ist gewährleistet durch die Garantie für das eingezahlte Kapital.

Es sprechen also viele gute Argumente für die Riester Rente. Ein Riester Produkt sind die Fondssparpläne, die vor allem wegen der größeren Ertragspotenziale interessant ist. Tendenziell sind sie eher geeignet für jüngere Sparer, da diese die Zeit haben, um negative Börsenentwicklungen, die sich auf die Wertentwicklung der Fonds auswirken, auszusitzen. Wer sich bereits einmal mit Investmentfonds beschäftigt hat, der weiß, dass für den Erwerb und das Management von Anteilen i.d.R. Ausgabeaufschläge (einmalig bis zu 5%) und Verwaltungsgebühren (bis zu 1,75% pro Jahr) zu zahlen sind. Beim Riester Fondssparen ist das nicht anders, nur werden die Kosten für den Kunden oft nicht transparent. Man zahlt regelmäßig seine Beiträge und erwartet am Ende eine schöne Zusatz-Rente.
Diese Kosten sind in guten Börsenjahren leichter verschmerzbar als in schlechten, sind aber nicht die einzigen Belastungen, die bei Abschluss eines Riester Fondssparplans zu tragen sind. Vertriebsprovisionen und Verwaltungsgebühren für den Anbieter werden ebenfalls über die Beiträge abgedeckt, was gerne die Frage aufwirft, ob die staatliche Förderung denn über diesen Umweg nicht den Falschen zugedacht wird.

Alternativen zum Riester Fondsparplan



Würden hingegen die Anlagegelder z.B. in börsennotierten Indexfonds investiert, käme am Ende in vielen Fällen eine bessere Wertentwicklung des Vermögens heraus. Diese Indexfonds orientieren sich an den Börsenindizes (Dax, Eurostoxx50) und verursachen nur ein Bruchteil der Kosten, ohne in der Gesamtperformance das nachsehen zu haben. Selbstverständlich können Investmentfonds deutlich höhere Renditen erzielen, aber das wird auch mit höherem Risiko erkauft. Sicher ist hier, dass die Kosten höher sind und auf jeden Fall einen Teil des Gewinns wieder verschlucken. Es kann also beispielsweise für Singles mit geringer Förderung am Ende rentabler sein, sich nach völlig anderen Anlageformen mit günstigeren Kosten umzusehen, als mit überhöhten Kosten im Fondsparplan einer Riester Rente zu sparen.

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