Riester Fondssparpläne kostenbedingt oft renditeschwach
Wer in Form eines Fondssparplans riestert, kann aufgrund hoher Kosten schlechtere Renditen als bei der klassischen Riester Rente erzielen
Es sprechen also viele gute Argumente für die Riester Rente. Ein Riester Produkt sind die Fondssparpläne, die vor allem wegen der größeren Ertragspotenziale interessant ist. Tendenziell sind sie eher geeignet für jüngere Sparer, da diese die Zeit haben, um negative Börsenentwicklungen, die sich auf die Wertentwicklung der Fonds auswirken, auszusitzen. Wer sich bereits einmal mit Investmentfonds beschäftigt hat, der weiß, dass für den Erwerb und das Management von Anteilen i.d.R. Ausgabeaufschläge (einmalig bis zu 5%) und Verwaltungsgebühren (bis zu 1,75% pro Jahr) zu zahlen sind. Beim Riester Fondssparen ist das nicht anders, nur werden die Kosten für den Kunden oft nicht transparent. Man zahlt regelmäßig seine Beiträge und erwartet am Ende eine schöne Zusatz-Rente.
Alternativen zum Riester Fondsparplan
Würden hingegen die Anlagegelder z.B. in börsennotierten Indexfonds investiert, käme am Ende in vielen Fällen eine bessere Wertentwicklung des Vermögens heraus. Diese Indexfonds orientieren sich an den Börsenindizes (Dax, Eurostoxx50) und verursachen nur ein Bruchteil der Kosten, ohne in der Gesamtperformance das nachsehen zu haben. Selbstverständlich können Investmentfonds deutlich höhere Renditen erzielen, aber das wird auch mit höherem Risiko erkauft. Sicher ist hier, dass die Kosten höher sind und auf jeden Fall einen Teil des Gewinns wieder verschlucken. Es kann also beispielsweise für Singles mit geringer Förderung am Ende rentabler sein, sich nach völlig anderen Anlageformen mit günstigeren Kosten umzusehen, als mit überhöhten Kosten im Fondsparplan einer Riester Rente zu sparen.
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