Der Berufseinsteigerbonus der Riester Rente


Neben der staatlichen Förderung, die der Gesetzgeber für die Riester Rente vorsieht, wurde durch die Einführung des sogenannten Berufseinsteigerbonus ein zusätzlicher Baustein in der Förderung ins Leben gerufen. Die nach Walter Riester benannte Riesterrente wird generell auf zwei Arten gefördert. Zum einen kann der Anleger seine Beiträge im Zusammenhang mit dem Riestervertrag als Sonderausgaben steuerlich geltend machen und zum anderen erhält er Zulagen, was bedeutet, dass der Gesetzgeber sein angespartes Guthaben aufstockt. Der Berufseinsteigerbonus ist ein Baustein, der sich an junge Anleger richtet und die Idee hinter dem Berufseinsteigerbonus liegt darin, Anreize zu schaffen, damit sich junge Menschen schon frühzeitig mit ihrer Altersabsicherung auseinandersetzen. Dies ist insofern wichtig und notwendig, da insbesondere diejenigen, die noch einen langen Arbeitsalltag vor sich haben, am meisten von den Kürzungen des künftigen Rentenniveaus betroffen sein werden.

Hinzu kommt, dass für die private Altersvorsorge umso niedrigere Investitionen notwendig sind, je früher mit dem Ansparen begonnen wird, denn es verbleibt nicht nur mehr Zeit, um das Guthaben anzusparen, sondern je länger die Laufzeit ist, desto positiver macht sich auch der Zinseszins bemerkbar. Beim Berufseinsteigerbonus handelt es sich um eine einmalige Zulage in Höhe von 200 Euro, die gewährt wird, wenn der Anleger direkt förderberechtigt ist, das 25. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen hat und den Mindesteigenbetrag nicht unterschreitet. Ein separater Antrag ist dabei nicht notwendig, denn wenn der Anleger diese Bedingungen erfüllt, wird der Berufseinsteigerbonus automatisch zusammen mit der Grundzulage für den Riestervertrag ausbezahlt. Durch diese Zusatzförderung profitiert der Anleger somit vor allem im ersten Jahr von sehr hohen Zulagen. Schließt ein junger Arbeitnehmer den Riestervertrag beispielsweise schon während seiner Ausbildung ab, erhält er die maximale staatliche Förderung bereits dann, wenn er den Sockelbetrag von 60 Euro in seine Altersvorsorge investiert. Erforderlich im Sinne einer grundsätzlichen Föderung ist das Bestehen eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses. Wer vom arbeitsamt formular und finanzielle Unterstützung erhält, dem bleibt die Teilnahme am Riester-Förderprogramm verwehrt.

Durch die Grundzulage von 154 Euro und den Berufseinsteigerbonus wird sein Guthaben durch den Gesetzgeber um satte 354 Euro aufgestockt. Für den Riestervertrag stehen unterschiedliche Varianten zur Auswahl, die klassische Variante besteht in einer riestergeförderten Rentenversicherung. Gerade für junge Anleger kann jedoch auch ein riestergeförderter Bausparvertrag oder ein Fondssparplan mit Rieserförderung interessant sein. Ein Bausparvertrag macht dann Sinn, wenn das angesparte Guthaben später für eine Baufinanzierung entnommen werden soll, ein Fondssparplan bietet höhere Renditen bei günstigeren Beiträgen als eine Rentenversicherung. Ratsam ist grundsätzlich, vor dem Abschluss einen Riester Rente Vergleich durchzuführen, denn dieser hilft nicht nur dabei, das attraktivste Angebot zu ermitteln, sondern zeigt auch auf, in welcher Höhe sich die spätere Zusatzrente und die staatlichen Zulagen bewegen.