Die Nachteile der Riester-Rente

Ein gewichtiger Nachteil - die vorzeitige Kündigung



Selbstverständlich kann man beim System der Riester-Rente auch Nachteile entdecken. Eine besonders vom Sozialverband VdK bemängelte Regelung betrifft die Renten-Grundsicherung. Diese betrifft Rentner, deren gesetzlicher Rentenanspruch besonders niedrig liegt, derzeit beträgt die Höhe der Grundsicherung im Schnitt ca. 710 EUR im Monat. Wer auf diese Grundsicherung, die weniger eine Renten- sondern vielmehr eine Sozialleistung ist, im Alter zurückgreifen muss, dessen Einnahmen aus einer Riester-Rente werden auf die Grundsicherung angerechnet. Wird z.B. über Riester ein Betrag von 250 EUR monatlich eingenommen, so beträgt die Grundsicherung im Schnitt nur noch 460 EUR. Wer also später voraussichtlich auf die Grundsicherung angewiesen ist, für den rechnet sich das Riester Sparen (aber auch andere Private Vorsorgemaßnahmen) nicht. Der VdK fordert daher eine Änderung der bestehenden Regelung.

Riester vorzeitig kündigen


Da sich die Riester-Vorsorge vor allem an Haushalte mit geringem Einkommen richtet, haben diese im Falle einer finanziellen Notlage harte Kündigungsbedingungen zu beachten. Dass eine solche Vorsorgepolice logischerweise eine lange Laufzeit mit sich bringt, versteht sich. Nur wer sich die Raten, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr leisten kann, hat schlechte Chancen, aus dem Vertrag wieder auszusteigen und muss im Zweifelsfall die Kosten aus seinen eigenen Reserven tragen. Wer doch aus dem Vertrag rauskommt, sieht sich ggf. hohen Kosten für die entgangenen Erträge des Finanzunternehmens gegenüber.

Weitere Nachteile


» Bei längerer Arbeitslosigkeit oder Erziehungsurlaub kann die Förderung zurückgenommen werden

» Keine Berücksichtigung von modernen Lebensgemeinschaften. Der Schutz für Hinterbliebene im Todesfall gilt nur für die klassische Konstellation Ehegatte & Kinder.